Exkursion der Abschlussklasse nach Regensburg

2. April 2026

Im März besuchte das dritte Ausbildungsjahr unserer Pflegefachschule verschiedene Einrichtungen der Caritas Regensburg.
Gemeinsam mit Dr, Robert Seitz erkundeten die Schülerinnen und Schüler bei einem Spaziergang Hilfsangebote für Menschen in schwierigen sozialen Lagen. Begonnen hat unser Spaziergang in Bahnhofsnähe, als Brennpunkt für wohnungslose Menschen oder mit Abhängigkeitserkrankung hat die Caritas einen Automaten installiert. Abhängige Personen haben dort die Möglichkeit sauberes Spritzbesteck zu beziehen und so den Konsum sicherer zu machen. Die Schülerinnen warfen neugierig 50 Cent in den Automaten um Rauchfolie rauszulassen, wir hatten keine Ahnung was das ist und wie es gebraucht wird. In der Packung befand sich dann eine mehrlagige Folie und Ice Bonbons.
Weiter ging der Spaziergang zur Suchtambulanz, in der Menschen mit Abhängigkeit betreut und beraten werden. Bei der Suchtambulanz befand sich außerdem ein Abwurf für Spritzbesteck.
Anschließend gingen wir vorbei am „Schwammerl“ Café, einem Begegnungsort zwischen Bahnhof und Altstadt. Wir trafen auf Ulrich, ein Seebär aus Bremen, der berichten konnte wie die ambulante Hilfe der Streetworker in der Nähe des Cafés abläuft, er jede Woche Kontakt zu den Streetworkern hat und ein hausärztlicher Dienst die Menschen vor Ort wöchentlich medizinisch versorgt.
Daraufhin gingen wir zum Streetnet Café. In dem Streetnet Café können Klientinnen und Klienten nicht nur Latte Macchiato genießen, sondern erhalten Notebooks, W-Lan und eine Beratung – ganz nebenbei am Tresen. Der Sozialarbeiter vor Ort sprach von der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Obdachlosenhilfe und Suchthilfe verschiedenster Träger in der Stadt.
Dann hatte die Klasse eine kurze Verschnaufpause im Katzentempel. Nach den vielen ersten Eindrücken und schweren Themen war eine flauschige Ablenkung genau das Richtige.
Nach der kurzen Pause besuchten wir das Hauptgebäude der Caritas Regensburg in der Von-der-Tann Straße und gingen von da aus weiter zum Marienheim. Eine unserer letzten Stationen für diesen Tag. In dem Marienheim können wohnungslose Frauen Obdach für eine Nacht finden, Beratung erhalten und einen geschützten Raum. In den oberen Stockwerken wohnen Frauen aus schwierigen Lebensverhältnissen. Im Innenhof trafen wir Bewohnerinnen des zweiten und dritten Stockwerks. Sie erzählten uns von ihrem Alltag in den Wohngruppen, ob betreut oder ohne Betreuung. Diskussionen über Sauberkeit und Ordnung sind bei ihnen, wie in jeder anderen WG auch, an der Tagesordnung. Die Frauen unterstützen sich gegenseitig, nehmen neue Gesichter herzlich auf. Gleichzeitig sind genaue Regeln und Tagesabläufe notwendig.
Als letzten Halt besuchten wir das Beratungszentrum der Caritas. Im Keller konnten wir den Kleidungsladen besuchen, in dem Menschen in Armut und Not Anziehsachen erhalten, ohne dafür bezahlen zu müssen. Hier werden die Kundinnen und Kunden bedient, Passendes ausgewählt und Notwendiges mitgenommen. Unser Spaziergang endete hier.

Am Nachmittag hatten wir Zeit für Kreatives:
In LaFabrique bemalten wir Keramik, hörten Musik, atmeten durch.

Am Ende des Tages stellten wir uns nur noch eine Frage: Wie viel Regensburg ist eigentlich in der Caritas drinnen?